Verkaufsoffene Sonntage in Rostock & Warnemünde

Alter Strom Warnemünde

Alter Strom Warnemünde

Die am 1. Januar 2016 in Kraft getretene Verordnung über erweiterte Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten, Weltkulturerbestädten sowie in anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr oder kurz Bäderverkaufsverordnung (BädVerkVO M-V) dürfte auch den Händlern in der Rostocker Innenstadt negativ aufgestoßen sein, denn auch Rostock zählt zu denjenigen Orten in Mecklenburg-Vorpommern, welche als kreisfreie beziehungsweise große kreisangehörige Städte seit diesem Tag das Recht verloren haben, an mehr als den vier durch das Ladenöffnungsgesetz erlaubten Sonntagen pro Jahr ihren Einzelhändlern zu erlauben, an den verkaufsoffenen Sonntagen ihre Läden und Geschäfte für ein paar Stunden zu öffnen. Da dieses nur zu besonderen Anlässen erlaubt war, profitierte der Einzelhandel in der Innenstadt von dem gesteigerten Besucheraufkommen in dieser, während die betroffenen Veranstaltungen durch die geöffneten Läden und Geschäfte etwas mehr an Attraktivität vorzuweisen hatten, die durch die überraschend gekommene Regelung doch etwas leiden dürfte, denn die spontanen sonntäglichen Einkaufsmöglichkeiten fallen zuminstet bei einigen Veranstaltungen weg.

Anzeige

Traditionell sind es der Ostermarkt, der Pfingstmarkt und das Eröffnungswochenende des Weihnachtsmarktes, an welchem man die Regelung des Ladenöfnungsgesetzes in Rostock anwendet.Schaut man sich einmal in Mecklenburg-Vorpommern um, sind es hauptsächlich die Städte im Hinterland, welche ebenso wie Rostock auf die Möglichkeit der zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage verzichten müssen. Neben der Landeshauptstadt Schwerin und den Kreisstädten Greifswald, Güstrow, Neubrandenburg und Parchim, sind von der Regelung Orte betroffen, die zwar anerkannten Ausflugsorte sind, wie beispielsweise die barocke Residenzstadt Ludwigslust mit ihrem bekannten Schloss, aber kein anerkannter Kurort beziehungsweise Erholungsort sind. Einzig die beiden Kreisstädte Stralsund und Wismar sind dank ihres Ranges als Weltkulturerbe bei der neuen Bäderverkaufsverordnung berücksichtigt worden, müssen aber auf vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr verzichten, so dass es insgesamt nur noch an sechzehn Terminen pro Jahr möglich ist, sonntags einen Einkaufsbummel zu unternehmen. Im Gegensatz zu den übrigen Städten hat die Hansestadt Rostock aber mit eigenen Ostseebädern aufwarten, so dass es genaugenommen auch in Rostock verkaufsoffene Sonntage geben wird, nur nicht mehr in der Altstadt.

Wer also am Sonntag ein paar Dinge benötigen sollte, hat die Möglichkeit mit einer Fahrt in das Ostseebad Warnemünde diese, zumindest während der Urlaubssaison, käuflich erwerben zu können. auch das Ostseebad Markgrafenheide und der westlich von Warnemünde gelegene Ortsteil Diedrichshagen sind von der Bäderverkaufsverordnung privilegiert, wobei aber die Anzahl an geöffneten Läden und Geschäften im Ostseebad Warnemünde am größten ist, so dass bei einem Bummel am Alten Strom auch das eine oder andere touristisch relevante Produkt seinen Besitzer wechseln kann. Hierbei ist aber zu beachten, dass die neue Verordnung über erweiterte Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten, Weltkulturerbestädten sowie in anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr die freigegebenen Produktklassen neu definiert hat und dabei einige Verbote hinzugefügt hat. Schwierig dürfte es für Läden sein, welche Schmuck und Uhren im Angebot hat, während Schmuck zu den erlaubten Produkten gehört, welche sonntags angeboten werden können, ist der Verkauf von Uhren verboten, wenn diese zum Hauptsortiment der betroffenen Verkaufsstelle gehören.

Anzeige

Erlaubt bleibt unter anderen der Verkauf von Waren des täglichen Verbrauchs wie beispielsweise Lebensmitteln, so dass die Supermärkte in Warnemünde und Markgrafenheide während der Saison auch am Sonntagnachmittag ihren Kunden Nahrungs- und Genussmittel verkaufen können. Auch Verlagsprodukte wie Bücher und Zeitungen, Sportausrüstungen und Spielwaren, sowie Bekleidung und Lederwaren wie Schuhe und Taschen sind durch die Bäderverkaufsverordnung erlaubte Produktgruppen. Dazu kommen kosmetische Produkte und Körperpflegemittel, Briefmarken und Geschenkartikel, kunstgewerbliche Erzeugnisse sowie Kleingeräte zur mobilen Kommunikation. Alles andere gehört zu den Produkten die touristisch nicht relevant sind, der Verkauf in Autos, Heimwerkerbedarf, Möbeln, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik sowie ähnlichen Produkten bleibt auch weiterhin durch die neue Regelung verboten.

Zumindest bei den Öffnungszeiten im Rahmen der Bäderverkaufsverordnung ist die Landesregierung dem Einzelhandel entgegengekommen, denn nun ist eine Ladenöffnung in der Zeit von 12:00 bis 18.00 Uhr zulässig. Die Saison hat sich zudem etwas verändert. Sie beginnt am 15. März und endet am ersten Sonntag im November beziehungsweise dem ersten Sonntag im Januar, was von der Terminfestlegung der jeweiligen Orte abhängt. Da es am Wochenende des Warnemünder Wintervergnügens traditionell einen verkaufsoffenen Sontag in Warnemünde gibt, dürfte sich die Anzahl der Termine außerhalb der Saison im Rahmen halten. Zudem gehört das Ostseebad Warnemünde zu den wenigen Orten in Mecklenburg-Vorpommern, an denen der Ostersonntag für den sonntäglichen Verkauf freigegeben ist. Außer Warnemünde können übrigens auch die Ostseebäder Ahlbeck, Bansin, Binz, Boltenhagen, Graal-Müritz, Heringsdorf, Kühlungsborn und Zingst sowie Waren (Müritz) als einzige Stadt im Hinterland von den Öffnungszeiten am Ostersonntag profitieren.

Anzeige

verkaufsoffene Sonntage in Rostock
24. Juni 2018
30. September 2018
20. Oktober 2018
02. Dezember 2018
jeweils in der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr

verkaufsoffene Sonntage in Warnemünde
04. Februar 2018 – Warnemünder Wintervergnügen
jeweils in der Zeit von 12:00 bis 18:00 Uhr