Rostock bewirbt sich um den Preises „EU Cities for Fair and Ethical Trade Award“

Rathaus Rostock
Rathaus Rostock

(HRO) Rostock will Trägerin des Preises „EU Cities for Fair and Ethical Trade Award“ werden. Die Bewerbungsunterlagen unterschrieb heute Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski, 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, im Beisein von Fairtrade-Stadt-Koordinatorin Elisabeth Möser. „Bei einem Einkauf auf fair gehandelte Produkte zu achten ist ganz leicht“, unterstreicht Senator Dr. Müller-von Wrycz Rekowski. „Mit der Bewerbung wollen wir den fairen Handel in Rostock bekannter machen, aber auch darauf hinweisen, was wir als Fairtrade-Stadt schon erreicht haben.“

Nach der Steuerungsgruppe der „Fairtrade-Stadt Rostock“ hatte sich gestern auch eine Mehrheit der Mitglieder der Bürgerschaft für die Bewerbung ausgesprochen. Die Preisverleihung findet am 27. Juni 2018 statt, der Titel darf für die Jahre 2019 und 2020 getragen werden.

Auf Initiative der Europäischen Kommission können sich im Jahr 2018 die Städte der EU erstmals auf den „EU Cities for Fair and Ethical Trade Award“ bewerben. Mit dieser Auszeichnung werden Erfolge und Leistungen im internationalen Handel mit sozialen, ökologischen und wirtschaftlich nachhaltigen Schwerpunkten anerkannt. „Von 2013 bis 2015 waren wir bereits deutsche Hauptstadt des Fairen Handels. Das nun erarbeitete Konzept zur weiteren Umsetzung von sozial-ökologischen Maßnahmen formuliert zahlreiche neue Ziele und Projekte“, so Elisabeth Möser.

So richtet die Hanse- und Universitätsstadt als Mitglied des Städtebunds Die Hanse in diesem Jahr den 38. Internationalen Hansetag aus und sitzt dabei der neu gebildeten Arbeitsgemeinschaft „Faire Hanse“ vor. Diese AG erarbeitet ein Konzept für nachhaltig organisierte und durchgeführte Veranstaltungen; in Rostock wird es einen eigens eingerichteten Fair-Trade-Markt geben.

Neben dem Hauptpreis lobt die EU-Kommission auch mehrere Sonderpreise aus, die sich u.a. mit Beschaffungspolitik, Innovation und externer Kooperation auseinandersetzen. Preisträgerinnen erhalten eine umfassende Medienpräsenz, Unterstützung durch das Internationale Handelszentrum im Rahmen eines zukünftigen Projekts zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Stadt und die Möglichkeit, am internationalen Austausch zu fairem und ethischem Handel teilzunehmen.