Einmal um die ganze Welt – 15. Klassik-Nacht im Rostocker Zoo

Nachdem bei der diesjährigen Zootour durch Mecklenburg-Vorpommern zweiunddreißigtausend Euro für die Aktion Taler mehren für die Bärengesammelt wurden, sind nun die Freunde der klassischen Musik an der Reihe, mit ihren Eintrittskarten für die fünfzehnte Klassiknacht im Rostocker Zoo die geplanten Umbaumaßnahmen für die artgerechtere Unterbringung der Eisbären und die Modernisierung der Bärenburg. Das im Jahre 1959 errichtete Gehege, in dem sich die Wappentiere des Rostocker Zoos sich unter dem Wasserfall und im Badebecken tummeln können, ist in die Jahre gekommen und benötigt dringend eine grundlegende Sanierung. Weit über dreitausend Sitzplätze warten am Abend des 14. Juni auf ein musikinteressiertes Publikum, welches die Norddeutsche Philharmonie unter der Leitung des Generalmusikdirektors Florian Krumpöck auf eine musikalische Reise rund um den Erdball mitnehmen will. Zum Einen sind es die Komponisten, welche aus bestimmen Ländern kommen, zum Anderen sind es die Länder, mit denen sich Komponisten in ihren Stücken beschäftigt haben.

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Die musikalische Reise Einmal um die ganze Welt beginnt mit der Ouvertüre aus Der fliegende Holländer von Richard Wagner und endet in den musikalischen Weiten der afrikanischen Savanne, die der britische Komponist John Barry für den Film Jenseits von Afrika kreiert hat. Der Weg vom kalten Deutschland in die Hitze des schwarzen Kontinents verläuft aber nicht direkt, sondern über Umwege, die zunächst durch Europa führen. Ob Vorspiel zum 1. Akt von Georges Bizets Carmen, der Hummelflug von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow, Jacques Offenbachs Cancan, die Ouvertüre von Die Fledermaus des österreichischen Operettenkönigs Johann Strauß, die übrigens bei den diesjährigen Schlossfestspielen in Schwerin auf dem Programm steht, ungarische Tänze von Johannes Brahms, Märsche von Edward Elgar, das bekannte O sole mio von Eduardo Di Capua oder die Halle des Bergkönigs aus Peer Gynt von Edvard Grieg, die an diesem Abend für Europa stehenden Kompositionen sind bekannt und beliebt.

Exotischer wird es beim Säbeltanz aus Gajaneh mit dem der armenische Komponist Aram Chatschaturjan seine asiatische Heimat repräsentiert. Als Solist tritt an diesem Abend der am Rostocker Volkstheater engagierte Tenor Garrie Davislim auf, unter anderem mit Dein ist mein ganzes Herz aus Das Land des Lächelns das China repräsentiert und dem Lied Maria aus Leonard Bernsteins Musical West Side Story. Von Nordamerika geht es Richtung Süden, wo Alberto Ginastera mit seinem Malambo aus Estancia für südamerikanische Klänge steht. Den Abend beschließt eine gemeinsame Mondschein-Expedition durch den Rostocker Zoo. Da Sänger Garrie Davislim in Australien geboren wurde, wird der kleinste Kontinent der Erde zumindest gesanglich bei dieser Klassik-Nacht im Rostocker Zoo vertreten sein.

Programm

Richard Wagner – Holländer-Ouvertüre – Deutschland
Georges Bizet – Carmen Vorspiel zum 1. Akt – Spanien
Eduardo Di Capua – O sole mio – Italien
Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow – Hummelflug – Russland
Jacques Offenbach – Cancan – Frankreich
Johann Strauß – Ouvertüre von Die Fledermaus – Österreich
Johannes Brahms – Ungarischer Tanz Nr. 5 – Deutschland
Edvard Grieg – Halle des Bergkönigs aus Peer Gynt – Skandinavien
Edward Elgar – Pomp and Circumstance Marsch Nr. 1 – England
Aram Chatschaturjan – Säbeltanz aus Gajaneh – Armenien
Franz Lehar – Dein ist mein ganzes Herz aus Das Land des Lächelns – China
Leonard Bernstein – Maria aus West Side Story – Nordamerika
Alberto Ginastera – Malambo aus Estancia – Südamerika
John Barry – Jenseits von Afrika – Afrika

Der offizielle Einlass beginnt zwar erst um 18:00 Uhr, ab 17:00 Uhr ermöglichen die Eintrittskarten für das Konzert aber auch schon die Möglichkeit für einen kleinen Bummel durch den Zoo. Wer sichergehen möchte, einen Sitzplatz zu bekommen, kann die Eintrittskarten für Klassik-Nacht im Rostocker Zoo im Vorverkauf erwerben. Vorverkaufsstellen sind neben den Zookassen, das Service-Center der Ostsee-Zeitung sowie das Pressezentrum Rostock. Im Vorverkauf kann man zudem etwas Geld sparen, 36.50 statt 42.50 Euro dürften ein gutes Argument sein, frühzeitig zuzugreifen. So bleibt für die Eisbärfamilie also nur noch zu hoffen, dass das Wetter an diesem Abend mitspielt und das Benefizkonzert viele Gäste anlockt.

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Termin

14. Juni 2013
18:00 Uhr Einlass
19:30 Uhr Beginn
Zoo Rostock

Tickets Vorverkauf

36.50 Euro – Erwachsener
16.50 Euro – Kinder und Schüler
31.50 Euro – ermäßigt

Tickets Abendkasse

42.50 Euro – Erwachsener
22.50 Euro – Kinder und Schüler
37.50 Euro – ermäßigt