Warnemünder Sandwelt 2012 – Die geheimnisvolle Hanse

Warnemünder Sandwelt 2012
Warnemünder Sandwelt 2012

Jeden Sommer sieht man am Ostseestrand zahlreiche kleine und größere Kinder ihre mehr oder weniger kunstvollen Kleckerburgen bauen. Im letzten Jahr konnten sich sogar wieder zahlreiche Erwachsene in ihre Kindheit zurückversetzen lassen, indem sie zu tausenden die längste Strandburg der Welt am Strand des Ostseebades Glowe errichteten, welche mit einer Länge von gut 27,5 Kilometern ihren Platz ins Buch der Rekorde schaffte. Diese Strandburg war zwar groß, im künstlerischen Sinne stellte sie aber keine wirkliche Konkurrenz zu den Skulpturen der Warnemünder Sandwelt dar, welche im Jahr 2011 zum zweiten Mal veranstaltet wurden. Auch in diesem Jahr werden an die vierhundert Tonnen Sand in das Ostseebad Warnemünde gekarrt, wo am Passagierkai des größten deutschen Kreuzschiffhafens nicht nur die riesigen Kreuzliner anlegen, sondern auch am Karls Pier 7 zahlreiche kunstvoll gearbeitete Figuren aus Sand entstehen werden.

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War im letzten Jahr noch das Thema Meeresgeschichten angesagt, wird es in diesem Jahr darum gehen, die Sehenswürdigkeiten der alten Hansestädte zu modelieren. Wie auch in den letzten beiden Jahren konnten die Initiatoren von Karls wieder internationale Sandbaukünstler für ihr Projekt engagieren, denn die Künstler kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus fünf weiteren osteuropäischen Ländern. Darunter befinden sich mit Polen, Litauen, Russland und Lettland vier weitere Ostseeanrainer, sowie die Ukraine, welche das Schwarze Meer vor der Haustür hat. Bisher wurde nicht bekanntgegeben, welche Künstler in diesem Jahr teilnehmen werden. Soviel ist aber sicher, dass es sich bei diesen Künstlern um international bekannte und anerkannte Bildhauer handeln wird.

Die vierhundert Tonnen Sand werden laut Aussagen der Veranstalter extra aus Brandenburg herangeschafft, denn dieser hat eine andere Form als der Sand, den man am Strand der Ostseeküste finden kann. Wer sich schon als Kind darüber ärgerte, weil man nur klägliche Kleckerburgen zustande brachte, sollte dieses Kapitel aus seinem Lebenslauf streichen, denn mit dem richtigen Baumaterial wären auch kunstvollere Werke entstanden. Vieleicht zumindest, denn um die filigranen Figuren aus Sand gestalten zu können, benötigt man nämlich nicht nur den eckig geformten Sand, mit dem die Künstler ihre Werke gestalten, sondern auch viel Geschicklichkeit und Talent. Den verarbeiteten Sand hält übrigens auch nur etwas Wasser zusammen, den Rest übernimmt die Formgebung der Sandkörner. Beim ersten Arbeitsschritt wird der Sand stark verdichtet und dann aus dieser Urform die jeweiligen Figuren herausgeschaufelt.

Die Sandbaukünstler beginnen mit ihrer Arbeit am 31. März, weshalb man ihnen in den ersten Wochen der Warnemünder Sandwelt noch bei der Gestaltung ihrer sandigen Kunstwerke zuschauen kann. Wie auch in jeder richtigen Ausstellung werden hier Führungen angeboten, welche der Bildheuer Othmar Schiffer-Belz, seines Zeichens der künstlerische Leiter der Warnemünder Sandwelt, ab dem 23. April durchführen wird. Laut Karls sollen diese zweimal am Tag, nämlich von 11:00 bis 12:00 Uhr sowie 16:00 bis 17:00 Uhr stattfinden. Ansonsten kann man die Kunstwerke der Warnemünder Sandwelt auch selbstständig vom 31. April bis zum 31. Oktober 2012 täglich in der Zeit von 9:00 bis 19:00 Uhr besichtigen. Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist übrigens kostenlos.

Termin
31. März bis 31. Oktober 2012
9:00 – 19:00 Uhr
Ostseebad Warnemünde


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